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Fellwechsel: Wenn dein Hund Haare lässt

Von DoggoMeal-Redaktion6 Min. Lesezeit

Fellwechsel: Wenn dein Hund Haare lässt

Kurz gesagt

Viele Hunde wechseln im Frühjahr und Herbst ihr Fell; Rassen ohne Unterwolle haaren eher gleichmäßig übers Jahr. Am meisten hilft tägliches Bürsten mit einem passenden Kamm, dazu ein hochwertiges Futter. Kahle Stellen, gerötete Haut, viele Schuppen oder blutiges Kratzen sind kein normaler Fellwechsel – dann zum Tierarzt.

Zweimal im Jahr ist es so weit: Dein Hund verliert büschelweise Fell und feine Haare bedecken plötzlich Böden, Sofa und Kleidung. Der Fellwechsel 🍂 steht an – eine anstrengende Phase für deinen Vierbeiner. Zum Glück kannst du ihm mit ein paar einfachen Maßnahmen dabei helfen, diese Zeit besser zu überstehen. Hier erfährst du, warum Hunde haaren und was du tun kannst, damit dein Zuhause nicht im Fell versinkt.

Warum gibt es den Fellwechsel?

Hunde passen ihr Haarkleid den Jahreszeiten an. In der Regel findet zweimal jährlich ein Fellwechsel statt: Im Frühjahr wirft der Hund das dichte Winterfell ab, damit ein leichteres Sommerfell nachwächst, und im Herbst wird das Fell wieder auf Wintermodus umgestellt – dicke Unterwolle kommt hinzu, um für Kälte gerüstet zu sein. Dieses natürliche Programm steckt noch in vielen unserer Hunde, auch wenn sie im Haus leben. Allerdings sind nicht alle Rassen gleich: Hunde ohne Unterwolle (z. B. Pudel, Malteser oder einige Terrier) haben oft keinen ausgeprägten Fellwechsel und haaren dafür mäßig das ganze Jahr über. Bei ihnen fallen die Haare eher kontinuierlich aus und wachsen nach, ohne saisonale „Explosion“. Bei den meisten anderen Rassen sieht man aber im Frühling und Herbst deutliche Fellwechsel-Symptome: Das Fell wirkt stumpfer, lose Haare lassen sich in Büscheln auszupfen, und der Hund haart jetzt extrem. Interessant ist, dass auch Licht und Temperatur 🌦️ den Fellwechsel beeinflussen: Wohnungshunde mit viel Heizungsluft und künstlichem Licht können etwas aus dem Takt geraten und fast dauerhaft Haare verlieren. Zudem verlängert der Klimawandel mit milderen Wintern die Haarungsperioden. Trotzdem bleiben Frühling und Herbst die Hauptzeiten fürs große „Fell-Update“.

Anstrengend für den Hund

Fellwechsel ist Schwerstarbeit für den Hundekörper. Innerhalb von wenigen Wochen muss der Organismus tausende von Haaren abwerfen und neu bilden. Das kostet viel Energie und Nährstoffe. Daher wirken manche Hunde in dieser Phase etwas müder als sonst, schlafen mehr und sind schneller erschöpft – das ist normal. Manche Hunde leiden auch unter Juckreiz, weil die vielen losen Haare auf der Haut zwicken und kribbeln. Du siehst dann vielleicht, wie dein Hund sich öfter kratzt oder im Fell herumknabbert. Unterstütze ihn in dieser Zeit besonders, damit er sich wohler fühlt!

So kannst du helfen – Tipps für den Fellwechsel

  • Täglich Bürsten 🪮: Das A und O im Fellwechsel ist das regelmäßige Bürsten, am besten wirklich jeden Tag oder zumindest alle zwei Tage. Durch gründliches Kämmen entfernst du die toten Haare, bevor sie überall herumfliegen, und dein Hund wird das Jucken los. Außerdem regt Bürsten die Hautdurchblutung an und beugt so trockener Haut und Schuppen vor. Verwende das passende Werkzeug: Für Hunde mit Unterwolle gibt es spezielle Unterwoll-Bürsten oder feinzinkige Entwoll-Kämme, die das dichte Wollhaar herausziehen. Für Langhaarrassen sind Entfilzungskämme und Bürsten mit drehbaren Zinken hilfreich, um lose Haare aus dem langen Deckhaar zu holen. Kurzhaarige Hunde kann man gut mit Gummistriegeln oder Noppenhandschuhen bürsten – das massiert gleich angenehm. Wichtig ist, wirklich bis auf die Haut durchzukommen, besonders bei dichtem Fell. Nimm dir beim Bürsten Scheitel für Scheitel vor (z. B. erst Nacken, dann Rücken, dann jede Seite), um nichts zu übergehen. Viele Hunde genießen diese Extra-Streicheleinheiten im Fellwechsel sehr. Sollte dein Hund allerdings wundes oder gereiztes Fell haben, geh behutsam vor und hör auf, wenn es ihm weh tut.
  • Die richtige Ernährung 🥩: In der Fellwechselzeit braucht dein Hund eine gute Versorgung mit Eiweiß, Fettsäuren, Vitaminen und Mineralien – nur dann kann er ein kräftiges neues Fell bilden. Achte jetzt besonders auf ein hochwertiges Futter. Eventuell kannst du nach Rücksprache mit dem Tierarzt mit Nahrungsergänzungen unterstützen: Viele schwören auf Lachsöl oder Leinöl (liefert Omega-3- und Omega-6-Fette fürs Fell), Bierhefe oder Biotin-Zusätze sowie Zink. Diese können das Fellwachstum unterstützen. Auch ein bisschen gekochtes Ei ab und zu (enthält Biotin) oder Malzpaste (kennt man von Katzen zur Haarballen-Vorbeugung, hilft aber auch Hunden beim Haartransport) kann hilfreich sein. Viel wichtiger jedoch: Wenn dein Hund im Fellwechsel sehr schlapp wirkt oder kahle Stellen bekommt, dann lasse bitte ein Blutbild machen – manchmal steckt ein Nährstoffmangel oder Schilddrüsenproblem dahinter, das behandelt werden muss.
  • Baden – ja oder nein? 🛁 Viele denken, man dürfe Hunde während des Fellwechsels nicht baden. Das stimmt nicht ganz – richtiges Baden kann sogar helfen, lose Haare schneller zu entfernen. Wichtig: Verwende ein mildes Hundeshampoo und kämme den Hund vor dem Bad grob durch. Durch das Baden lösen sich Talg und Schmutz, die oft die abgestorbenen Haare noch festhalten. Nach dem Bad (und gründlichen Ausspülen aller Shampooreste!) bitte den Hund trocknen und nochmal bürsten – du wirst staunen, wie viel Fell dabei rauskommt. Häufiges Baden (alle 1–2 Wochen) ist aber dennoch nicht nötig. Ein Bad zu Beginn oder gegen Ende des Fellwechsels kann jedoch unterstützend wirken. Ansonsten reicht Bürsten völlig aus.
  • Fell nicht einfach abscheren ✂️: Wenn dein Hund im Sommer schlimm haart, könnte man denken: „Runter mit dem Pelz!“ Doch Vorsicht: Viele Hunderassen mit Unterwolle dürfen nicht komplett geschoren werden. Ihre Deckhaare und Unterwolle wirken nämlich auch als Wärmeschutz im Sommer gegen Hitze. Schert man z. B. einen Husky oder Golden Retriever auf wenige Millimeter herunter, wächst das Fell oft nicht richtig nach und der Hund kann einen Hitzeschlag bekommen, weil das Temperaturgleichgewicht gestört ist. Schneide lieber gezielt verfilzte Bereiche heraus und halte das Fell durch Bürsten luftig. Eine Ausnahme: Bei manchen sehr alten oder kranken Hunden kann ein Sommerschnitt das Wohlbefinden erhöhen – das sollte aber mit einem Hundefriseur und Tierarzt abgesprochen werden.
  • Hausputz im Fellwechsel 🧹: Ganz praktisch für dich als Halter: Rüste dich mit guten Hilfsmitteln gegen die Haarflut. Fusselrollen, Gummihandschuhe (damit kriegt man Haare super aus dem Teppich gerubbelt), ein leistungsstarker Staubsauger – das alles macht das Leben leichter. Vielleicht darf dein Hund in dieser Phase nicht auf jede Couch oder ins Bett, um die Haar-Zonen zu begrenzen. Manche Hundehalter richten auch einen speziellen „Bürsteplatz“ draußen im Garten oder auf dem Balkon ein, damit die ausgekämmten Haare gleich vom Winde verweht werden. Und kleiner Trost: Es ist nur für ein paar Wochen, dann normalisiert sich das Haaren wieder.

Wann zum Tierarzt?

Haarausfall im Fellwechsel ist normal. Doch achte auf folgende Warnzeichen: Kahle Stellen, Rötungen auf der Haut, viele Schuppen oder wenn dein Hund sich blutig kratzt. Dann könnte zusätzlich ein Hautproblem oder Parasitenbefall vorliegen. Im Zweifel lass den Tierarzt draufschauen, besonders wenn der Haarverlust ungleichmäßig ist (z. B. nur an den Flanken – könnte auf hormonelle Probleme hinweisen).

Pflege und Fütterung gehören zusammen

Gerade im Fellwechsel achten viele Halter genauer darauf, was im Napf landet. Mit DoggoMeal kannst du deine Fütterungsroutine über Rezepte, grammgenaue Mengen und Erinnerungen organisieren – alles in derselben App, in der du auch die Pflege-Phase deines Hundes im Blick behältst.

Fazit

Der Fellwechsel verlangt deinem Hund einiges ab, aber mit deiner Unterstützung geht es ihm gleich viel besser. Tägliches Bürsten, gute Nahrung und ein bisschen Extra-Pflege helfen ihm, das alte Fell abzuwerfen und im neuen Fellkleid zu strahlen. Und denk immer dran: Jeder lose Haarbüschel, den du auskämmst, landet nicht auf deinem Teppich – auch für dich also ein Gewinn!

DoggoMeal

Geschrieben von

DoggoMeal-Redaktion

DoggoMeal ist die Redaktion hinter den Rezepten und DoggoPedia-Artikeln in der App.

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